Hochzeitsgeschichten · Reportage
Erster Tanz im Hof: multikulturelle Hochzeit im Scheunentraum Aachen
Eine multikulturelle Hochzeit in der Scheunentraum Eventlocation in Aachen – mit einem Einzug, der alle zum Lachen brachte, einer Rede, die alle rührte, und einem letzten Song, der nach Köln klang.
Zwei Tage vor dieser Hochzeit bin ich zum dritten Mal Vater geworden. Ich hatte A. & T. längst versprochen: Egal, was passiert – ich werde da sein. Also stand ich an diesem Maitag im Scheunentraum in Aachen, komplett da, mit Kopf und Herz. Die beiden wussten, was diese Tage für mich bedeuteten – und ihre Freude darüber, dass ich trotzdem an ihrem Pult stand, gehört zu den schönsten Momenten, die mir dieser Beruf je geschenkt hat.
A. & T. stammen aus Köln. Sie mit Wurzeln im russischsprachigen Raum, er mit arabischen Wurzeln – und dazu eine Gesellschaft, die so bunt durchmischt war, wie es moderne Hochzeiten heute sind. Gebucht war ich als das, was ich am liebsten bin: Hochzeitsmoderator und multiethnischer Hochzeits-DJ in einer Person.
Wie sehr dieses Paar mitdenkt, zeigte sich schon bei meiner Ankunft vor der Party: T. kam auf mich zu und gratulierte mir als frischgebackenem Vater – und er hat sich sichtbar ehrlich für mich gefreut. So beginnt man einen Arbeitstag gern.
Ein Einzug, der alle zum Lachen brachte – und eine Trauung, die alle rührte
Den Auftakt setzten die Freunde des Paares: Sie zogen mit einem eigenen Einzug zur Trauung ein – sehr cool, sehr witzig, und genau die richtige Portion Leichtigkeit, bevor es ernst wurde. Wer glaubt, ein humorvoller Einzug nehme einer Zeremonie die Würde, hätte hier das Gegenteil erlebt: Das Lachen öffnete den Raum.
Denn die Trauung selbst war ausgesprochen emotional. Es ist diese Mischung, die ich an modernen Hochzeiten liebe – erst schallendes Gelächter, dann feuchte Augen, und beides gehört gleichberechtigt zum selben Nachmittag.
Torte, Sektempfang und die Rede des Brautvaters
Direkt nach der Trauung wurde die Hochzeitstorte angeschnitten – draußen, bei bestem Wetter, noch bevor der Sektempfang die Gäste ins Gespräch brachte. Eine schöne Entscheidung: Der süßeste Programmpunkt des Tages lag genau dort, wo die Emotionen der Zeremonie noch spürbar waren.
Und dann kam der Moment, der mir vom Sektempfang am stärksten in Erinnerung geblieben ist: die Rede des Brautvaters. Tolle, warme Worte – gerichtet an seinen neuen Schwiegersohn. Wenn ein Vater dem Mann an der Seite seiner Tochter so begegnet, sagt das mehr über eine Familie als jede Sitzordnung.
Hochzeitsspiele mit Mikrofon: als Moderator mittendrin
Ein, zwei Hochzeitsspiele gehörten an diesem Abend dazu – und genau hier durfte ich zeigen, warum ich nicht nur DJ, sondern auch Hochzeitsmoderator bin: mit dem Mikrofon in der Hand, mitten in der Gesellschaft, animieren statt abwickeln. Eine Gesellschaft, die so offen und warm ist wie diese, braucht dafür keine Überredung – nur den richtigen Impuls im richtigen Moment. Einen dieser Impulse habe ich mir nicht nehmen lassen: Ich habe die ganze Gesellschaft noch einmal maximal für die Braut jubeln lassen – sie sah einfach wunderbar aus.
Welche Spiele eine Feier tragen und welche sie ausbremsen, habe ich übrigens in meinem Ratgeber über Hochzeitsspiele aus DJ-Sicht aufgeschrieben – die Abende wie dieser sind der Grund, warum ich dabei so genau aufs Timing schaue.
Der erste Tanz im Hof
Getanzt wurde zum ersten Mal nicht im Saal, sondern draußen: Der erste Tanz von A. & T. fand im Hof des Scheunentraums statt, unter Lichterketten, im Kreis der Gäste. Ein erster Tanz unter freiem Himmel wirkt an manchen Orten inszeniert – hier wirkte er einfach richtig.
Danach zog die Feier nach drinnen, vor die Natursteinwände der Scheune, und aus dem romantischen Auftakt wurde eine Tanzfläche, die den Namen verdiente – russische, arabische, deutsche und internationale Musikwelten, gemischt für eine Gesellschaft, die sich längst als eine verstand.
Pizza um Mitternacht – und ein letzter Song über Köln
Zum Mitternachtssnack gab es Pizza – unprätentiös, ehrlich, genau mein Geschmack. Und für den allerletzten Song des Abends hatte sich das Paar einen Musikwunsch ausgesucht, der besser nicht hätte passen können: ein Song von AnnenMayKantereit über Köln – die Stadt, aus der A. & T. stammen.
Ein Kölner Lied als Schlusspunkt einer Aachener Hochzeitsnacht, gesungen von einer Gesellschaft mit Wurzeln auf halbem Globus: Wenn mich jemand fragt, wie ich als multikultureller DJ moderne Hochzeiten klingen lasse, ist das keine schlechte Antwort.
Zwei Tage vorher Vater geworden, an diesem Abend voll da – manche Versprechen hält man einfach.
Als DJ im Scheunentraum – meine Erfahrung mit der Location
Der Scheunentraum ist eine Eventlocation in Aachen für Hochzeiten und Feiern – und für mich als DJ eine der Adressen, an denen ich besonders gern arbeite. Die Grenzregion rund um Aachen gehört für mich als Hochzeits-DJ in NRW ganz selbstverständlich zum Einsatzgebiet. Die Hausherren sind Gastgeber, die wirklich Ahnung von Events haben. Der Eventmanager ist selbst DJ und weiß, was ein Kollege am Pult braucht; das Equipment vor Ort ist perfekt auf eine gute Party abgestimmt.
Als Profi merkt man sofort, wenn ein Laden von Profis gemacht ist: Jeder einzelne Schritt ist durchdacht, alles sitzt, alles wurde professionell vorbereitet und durchgeführt. Genau das ist das Besondere am Scheunentraum – und der Grund, warum es mir dort so viel Spaß macht aufzulegen. Bei A. & T. gab die Location dem Tag seine Bühne: ein Hochzeitsablauf mit der Trauung samt witzigem Einzug, Torte und Sektempfang im Freien, dem ersten Tanz im Hof und der Party vor Naturstein.
Was von diesem Abend bleibt
Wenn ich an diese Hochzeit zurückdenke, denke ich an einen Einzug, der alle zum Lachen brachte. An einen Brautvater, der die richtigen Worte fand. An Pizza um Mitternacht, einen Köln-Song zum Abschluss – und an ein Paar, das sich ehrlich darüber freute, dass ich in einer der intensivsten Wochen meines Lebens ihr Versprechen genauso ernst nahm wie mein eigenes.
Hochzeiten wie die von A. & T. sind der Kern meiner Arbeit als DJ für internationale und multikulturelle Hochzeiten: viele Wurzeln, eine Feier – und ein Abend, der niemanden draußen lässt.
Gastgeber dieses Tages war der Scheunentraum in Aachen, fotografiert hat Cenk Photography.